Broschüre zur NSU-Gedenkreihe veröffentlicht

Pünktlich zur zweiten Veranstaltung unserer NSU-Gedenkreihe ist auch die Begleitbroschüre erschienen.
Sie vereint Hintergrundtexte zu den drei Vorträgen unserer Reihe und weitere Texte zum Thema.

Sie kann ab sofort bei uns bestellt werden, liegt aber auch an unterschiedlichen Stellen im Bezirk aus.

Veranstaltungsreihe in Lichtenberg

Insgesamt drei Veranstaltungen veranstalten wir zum 10. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU. Wir wollen verschiedene Aspekte rechter Gewalt in der Vergangenheit und Gegenwart beleuchten und haben dafür die Initiativen NSU Watch und die Journalistin Malene Gürgen eingeladen. Einen Überblick über Rechtsterrorismus und rechte Gewalt werden wir selber in Form eines Vortrags geben.

Wir freuen uns auf euer Kommen.
Die Veranstaltungen finden alle in der Remise der Magda19 (U-Bhf. Magdalenenstraße) statt. Es gilt die 2G-Regelung.
Hier die Veranstaltungen:

Mi, 24. November 2021, 19:00
Von Hoyerswerda zum NSU (Vortrag & Diskussion mit NSU Watch)
https://www.facebook.com/events/591854168800882

Do, 9. Dezember 2021, 19:00
Gewalt & Rechtsterrorismus in Lichtenberg
https://www.facebook.com/events/306776214435848

Fr, 17. Dezember 2021, 19:00
Die AfD und neurechte Ideologie als Motor rechter Gewalt (Malene Gürgen)
https://www.facebook.com/events/690518061843088

Erinnern an die ehemalige jüdische Gemeinde von Hohenschönhausen:

Vor 83 Jahren verwüsteten die Nazis und ihre Anhänger*innen in ganz Deutschland Synagogen und jüdische Einrichtungen. Ganz Gemeinden wurden in der Folge durch die Shoa ausgelöscht. Dem zum Opfer gefallen war auch die noch junge jüdische Gemeinschaft Hohenschönhausen, die erst 1934 auf dem Hinterhof des „Linden-Walters“ in der heutigen Konrad-Wolf-Straße einen eigenen Bet- und Gemeinschaftsraum eingerichtet hatten.
Stets war die Gemeinde gut besucht, wie Jizchak Schwersenz sich später erinnerte. Der jüdische Widerstandskämpfer und Pädagoge war 1938 der Vorbeter der kleinen Synagoge gewesen. Er war der Leiter der „Versteckten Gruppe“, durch die ca. 40 Judendliche in Berlin im Untergrund die Nazi-Zeit überlebten. Später gelang ihm auf abenteuerlichen Wegen die Flucht in die Schweiz. Der Film „Karten von Fidelio“ erzählt von seinem Leben und seinem Widerstand gegen die Nazis. Im Anschluss des Films wird es ein Gespräch mit Rudi Pahnke geben. Der ehemalige Jugendpfarrer, Mitbegründer des „Demokratischen Aufbruchs“ und Initiator deutsch-israelischer Jugendbegegnungen nach der Wende war ein enger Freund von Jizchak Schwersenz.

Im Kino Cinemotion
Beginn des Films: 17:30 Uhr
Es gilt die 3-G-Regel. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Eine Veranstaltung des Bezirksamts Lichtenberg und des Runden Tisch Politische Bildung.
Vorherige Anmeldung ist möglich unter: antisemitismusbeauftragter@lichtenberg.berlin.de

Gedenken an Eugeniu Botnari

Es gibt jetzt eine Gedenkseite Eugeniu Botnari, der vor vier Jahren aus rassistischen Gründen von dem damaligen Leiter des EDEKA-Marktes im S-Bhf. Lichtenberg attackiert wurde und wenige Tage später an den Verletzungen starb.
Falls jemand Kontakt zu Freund*innen oder Angehörigen von Botnari hat, freut sich die Initiative über Nachrichten.

https://eugeniubotnari.wordpress.com

Fotos der Synagoge in Hohenschönhausen

Anbei ein paar uns bisher unbekannte Fotos des ehemaligen Betraums der jüdischen Gemeinschaft Hohenschönhausen in der Berliner Straße (heute Konrad-Wolf-Straße).
Auf Hörenschönhausen gibt es einen Beitrag zum jüdischen Leben im Bezirk:

https://www.hörenschönhausen.de/21-juedisches-leben/?fbclid=IwAR3UHZiWTN6fRxheg9G9aURrUcuf3EwPU82UjPixNYfh-nL4Cy1S1xPmGrU